Sébastien Fillon - Winzer
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Warum wir dieses Metier lieben – ein paar Gründe…
Winzer zu sein heißt…
einerseits oft allein zu sein…
Wenn ich morgens um 5 auf meinen Traktor steige, um mich mit größtmöglicher Sorgfalt meinen Reben zu widmen; wenn ich bei der Weinbereitung Entscheidungen treffen muss, alleine mit meinen Zweifeln und Hoffnungen, mit dem, was ich aus meinen Reben herauszulesen glaube und in meinen Cuvées zum Ausdruck bringen möchte. |
andererseits sich den anderen zuzuwenden…
mit dem Wunsch, das Ergebnis meiner Arbeit zu teilen. Eine Flasche Wein bedeutet die Verlängerung eines sozialen Kontakts, das Signal an den anderen, dass man Zeit mit ihm teilen möchte.
…mit klopfendem Herzen einen Wein zu probieren, der dank anspruchsvoller und entschlossener Arbeit den ganzen Reichtum eines Terroirs zu entfalten vermag.
…auch etwas Zufall in meiner Arbeit walten zu lassen, denn ob das Wetter nun gut ist oder mir Sorgen macht, ich muss es hinnehmen und mich nach ihm richten.
… mit der Natur eng verbunden zu sein, durch meine Arbeit Landschaften mitzuformen, aktiv in meinem Terroir zu sein, in dem ich lebe und das ich durch meine Weine zeigen will.
…der Zeit ihren Raum zu geben: Einen Weinberg zu führen lehrt geduldig zu sein.
…aufzunehmen, was die Natur mir sagt, sie beobachten zu können, auf sie warten zu können, manchmal sogar jahrelang, anspruchsvoll und gleichzeitig wohlwollend mit ihr zu sein wie mit meinen eigenen Kindern, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um ihr zu helfen, das Beste zu geben.
Ein Metier, in dem wir jedes Jahr auf eine neue Reise gehen…
Sébastien FILLON
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31. Oktober 1973: geboren in St Etienne (42)
1998: Ingenieur in Lyon
2001: Kündigung und beruflicher Neuanfang, um Winzer zu werden
2003: Höheres landwirtschaftliches Fachdiplom, Spezialisierung auf Weinbau und Önologie
2004-2005: Weinlese und Weinbereitung im Beaujolais, danach im Languedoc.
2006: Erwerb das Weinguts „Le Clos du Serres“ im Languedoc
2010: Béatrice, meine Frau, folgt mir auf das Weingut
Warum ausgerechnet auf den Terrassen des Larzac?
„Drei Jahre lang haben wir nach den passenden Weinbergen gesucht, bis wir hier auf diese ganz außergewöhnlichen Terroirs gestoßen sind. Hier gibt es alles, was ein großer Wein braucht: magere, aber wasserhaltige Böden, Sonne sowie ein einzigartiges Klima. Nach der Zeit der Massenweine wurde hier in den Neunzigerjahren ein Neuanfang für Qualitätsweine aus dem Languedoc gestartet. Heute steht hier ein fantastisches Terroir in voller Kraft, das sich erst in den letzten Jahren richtig entfaltet hat. Die Terrassen des Larzac sind aufgrund des jungen Alters dieser Appellation noch nicht überall bekannt, aber das ändert sich nun spürbar. Die Dichte hervorragender Weinberge in diesem Gebiet ist wirklich bemerkenswert, ein kurzer Blick in einen Weinführer wird Ihnen das bestätigen.“